Rundfahrt um die Drei Zinnen
Die Route rund um die Drei Zinnen von Lavaredo zählt zu den schönsten Wanderungen in den Dolomiten und ist ein absolutes Muss für Bergfreunde. Die Strecke gilt als für Personen mit einer gewissen Erfahrung im Höhenwandern geeignet und weist einen Gesamtanstieg von etwa 250 Metern auf, der in 3–4 Stunden zurückgelegt wird. Diese grobe Schätzung berücksichtigt, dass die Route von Wanderern unterschiedlicher Leistungsstufen stark frequentiert wird, die alle ihr eigenes Tempo haben.
WIE MAN DEN AUSGANGSPUNKT ERREICHT
Die Tour beginnt am Parkplatz neben der Auronzo-Hütte, die über die Panoramastraße der Drei Zinnen erreichbar ist, die am Misurina-See beginnt. Es ist gut zu wissen, dass diese Straße mautpflichtig ist: Die Maut beträgt 40 € pro Auto und erfordert eine Vorausbuchung per Kreditkarte.
ABFAHRT VON DER AURONZO-HÜTTE
Von der Auronzo-Hütte aus folgt man dem Wanderweg Nr. 101, der durch eine bezaubernde Landschaft führt und an der kleinen Kirche Madonna della Croda vorbeiführt. Diese ist den in den Bergen Verunglückten gewidmet und bietet einen spektakulären Blick auf die Cadini di Misurina, die Sorapis-Gruppe und die Gipfel des Cadore und von Forni di Sopra in Karnien (Friaul-Julisch Venetien).
ETAPPE ZUR LAVAREDO-HÜTTE
Weiter auf dem Weg Nr. 101 gelangt man zur Lavaredo-Hütte und dann zur eindrucksvollen Forcella Lavaredo, die auf etwa 2454 Metern Höhe an der Grenze zu Südtirol liegt. Von hier aus reihen sich die Drei Zinnen (Piccola, Grande und Occidentale) in der Perspektive fast übereinander und bieten ein einzigartiges Schauspiel, das man sonst nirgendwo entlang der Rundwanderung findet. Diese imposanten Felswände waren Schauplatz legendärer alpinistischer Heldentaten mit Protagonisten wie Paul Grohmann und Emilio Comici.
ZUR LOCATELLI-HÜTTE
Weiter führt der Weg über den malerischen Monte Paterno zur Locatelli-Hütte (2405 m). Da es sich um eine der meistbesuchten Hütten der Dolomiten handelt, ist es wichtig, die Ankunftszeit sorgfältig zu planen, um übermäßigen Andrang zu vermeiden. Viele, darunter auch Besucher aus Venedig im Rahmen organisierter Ausflüge, wählen diese Etappe wegen des Panoramablicks, den sie bietet.
Die Locatelli/Innerkofler-Hütte verdankt ihren Namen ihrem historischen Betreiber Sepp Innerkofler, dessen bewegte Geschichte ich in einem anderen Artikel auf meinem Blog näher beleuchtet habe. Nach einer Mittagspause (oft ist es ratsam, ein Lunchpaket mitzunehmen) lohnt es sich, Zeit für Fotos einzuplanen: Der Blick auf die Sextner Dolomiten und die Drei Zinnen ist aus dieser Perspektive in der Tat einer der ikonischsten.
DER WANDERWEG 105
Weiter geht es auf dem Wanderweg Nr. 105, zunächst über einen recht steilen Abstieg mit zahlreichen Serpentinen. Es folgt ein moderater Aufstieg über die grüne Hochebene der Grava Longa, eine Landschaft, die von offenen Wiesen und Almhütten geprägt ist, mit den imposanten Gipfeln stets im Hintergrund.
ANKUNFT AN DER FORCELLA DI MEZZO
Gegen Ende der Rundwanderung steigt man am Hang des Sasso di Landro hinauf, um die Forcella Col di Mezzo auf 2315 Metern zu erreichen. Dieser Punkt bietet die ideale Gelegenheit für eine kurze Pause: Hier kann man nicht nur neue Energie tanken, sondern auch einen der eindrucksvollsten Ausblicke auf die Dolomiten genießen.
LETZTER ABSCHNITT UND RÜCKWEG
Der letzte Teil der Wanderung erfordert Vorsicht, insbesondere in den ausgesetzten Abschnitten. Ist dieser Abschnitt überwunden, führt der Weg in kurzer Zeit wieder zum Parkplatz der Auronzo-Hütte und schließt damit die Rundwanderung ab.
